SHIT ISLAND


Ein postkolonialer Südseetraum.

Nauru ist eine winzige Südsee-Insel. Ihre Oberfläche war meterdick mit Phosphat bedeckt, das aus Vogelkot entstand. Durch diesen Rohstoff erlebte die Insel eine Achterbahnfahrt durch den Kapitalismus: Indigene Stammesstruktur, deutsche Kolonie, reichste Land der Welt, Staatspleite. Heute ist das Phosphat abgebaut, die Insel verwüstet, die Bevölkerung übergewichtig und krank. Ein Flüchtlingscamp ist die größte Devisenquelle.
Anhand ethnologischer Studien und Abbildungen, kolonialer Berichte, Südseeschlagern und aktueller Reportagen erforscht SHIT ISLAND die Verquickung des europäischen Imperialismus und die Inszenierung von Südsee-Exotik. Denn der Untergang des einstigen „Pleasent Island“ zerstört auch unsere Projektion einer paradiesischen „Heilen Welt“.
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Schlagwörter: Deutschland / Kolonialismus / Politik / Theater

Nichts

ein theatrales Essay.

Das Leben ist ein Geschenk! Die Welt ist ein Licht, das der Mensch bei der Geburt erblickt. Zu sein ist gut, nicht zu sein ist schlecht. Der Tod ist schrecklich! Wir feiern das Sein, das Schaffen und das Machen, als wollten wir vor etwas davon laufen…
Aber warum ist es eigentlich besser, dass etwas ist, statt einfach nichts? Vielleicht sollten wir uns mit dem Nichts versöhnen? Aber – was ist das Nichts? Und wenn es nichts ist, was ist es dann? Basierend auf Ludger Lütkehaus‘ Buch „Nichts – Abschied vom Sein – Ende der Angst“ rüttelt Futur3 in seinem theatralen Essay an den geistesgeschichtlichen Erzählungen des Abendlands. Dafür krempeln sie die Orangerie kräftig um, lassen Gegenstände sprechen und Hymnen erklingen. Denn wie (in Gottes Namen) soll man das Nichts in 90 Minuten zu fassen kriegen?


„NICHTS ist das Glücksgefühl des aufgeklärten Pessimisten, denn nichts kommt dem Glück so nahe wie NICHTS“

Ludger Lütkehaus, aus »Nichts – Abschied vom Sein. Ende der Angst«

Termine

Uraufführung: 19.11.2016, 20:00Uhr
Weitere Termine: 20.11., 18:00Uhr | 23.-26.11., 20:00Uhr | 27.11., 18:00Uhr | 29.11. + 30.11.2016, 20:00 Uhr
Ort: Orangerie – Theater im Volksgarten, Volksgartenstr. 25, 50677 Köln

Kartenpreise

Eintritt: 16 Euro, 10 Euro ermäßigt, 3 Euro mit Köln-Pass

0221 952 27 08

* Ermäßigte Preise für Arbeitslose, Renter und Schwerbehinderte unter Vorlage des Ausweises

Besetzung

Spiel: André Erlen, Stefan H. Kraft Künstlerische Leitung: Erlen, Kahnert, Kraft, Wirth Künstlerische Mitarbeit: Gerhard Roiß Licht: Boris Kahnert Raum: Petra Maria Wirth Sound: Jörg Ritzenhoff Projektleitung: Armin Leoni Öffentlichkeitsarbeit: na-komm Assistenz: Olga Koziluk Grafik: Henning Hoefer


© Eine Produktion von Futur3 – freies Theaterkollektiv Köln in Zusammenarbeit mit Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln
Förderung
Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V., Kunststiftung Matrong

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Schlagwörter: Performance / Philosophie / Theater

Der unbekannte Nachbar

eine Trilogie über den Tod.

»Der unbekannte Nachbar« ist ein Theaterprojekt über den Tod und das anonyme Sterben. Aus dem Nachlass eines „Unbekannten Nachbarn“, der ohne Angehörige verstorben ist, entwickelt Futur3 eine fiktive Biographie und erzählt den Verlauf seines Ablebens in drei Teilen. Die Zuschauer erleben »Das Protokoll der letzten Stunden« (Teil 1) inmitten seiner Hinterlassenschaften, gestalten sein »Totenfest« (Teil 2) in einem Bestattungshaus und ergründen seine letzte Destination im »Kabinett des Jenseits« (Teil 3).
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Schlagwörter: Deutschland / Performance / Theater

Soft Core

ein Liebesfilmtheater von Futur3 und Ensemble. Sommerblut Kulturfestival 2016.

Sie berühren uns. Sie fesseln uns. Sie bringen uns zum Weinen und manchmal auch zum Lachen. Manche lieben sie, und andere hassen sie. Liebesszenen – es gibt kaum einen Film ohne sie. Immer wieder füttern sie unsere ungebrochene Sehnsucht nach erfüllter Liebe.

Futur3 überführt mit einem inklusiven Ensemble die mächtigen Bildwelten der Traumfabriken in den Kölner Großmarkt. Die Alte Versteigerungshalle wird zum Filmstudio, die Straße zum Set. Vor laufender Kamera blitzen Momente bedingungsloser Hingabe und kühler Spielchen im Close-up oder in Großaufnahme auf, um den weichen Kern unserer Existenz aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu erforschen.
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Schlagwörter: Deutschland / Inklusion / Performance / Politik

Zum Goldenen Leben

Aktionen, Lagerfeuergespräche und Performance zum Ausstieg, Einstieg, Umstieg.

Futur3 folgt dem alten Traum, auszusteigen, um dieses Mal aber wirklich ALLES besser zu machen. Dafür begeben sich die Performer auf ihren ganz persönlichen Weg zum Goldenen Leben: Was sind meine Sehnsüchte? Wie möchte ich eigentlich wirklich leben? Was brauche ich dafür und wie befreie ich mich von dem ganzen Überfluss, dem ökologischen Riesenfußabdruck, der Hast, dem ständig schlechten Konsumentengewissen und den ganzen Sorgen?
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Schlagwörter: Deutschland / Performance / Politik / Theater

Taburopa

ein internationales Performanceprojekt über Tabus in europäischen Gesellschaften.

Taburopa ist ein internationales Theaterprojekt, dass sich mit kulturellen, historischen und alltäglichen Tabus in Europa auseinandersetzt. 20 Theatermacher, Choreographen, Schauspieler und Tänzer aus vier europäischen Ländern werden in speziell für dieses Projekt geformten Ensembles originäre Performances entwickeln, die auf Basis intensiver Recherchen in den vier teilnehmenden Städten entwickelt werden. Ihre Uraufführung erleben diese künstlerischen Statements bei der nächsten Ausgabe des Sommerblut Kulturfestivals 2014, bevor sie weiter in die beteiligten Städte Brüssel, Lissabon und Warschau reisen.
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Schlagwörter: Deutschland / Europa / Performance / Tanz / Theater

Eine Nacht in Afghanistan

ein theatrales Lager von Futur3.

Seit Dezember 2001 gehört Deutschland kontinuierlich zu den größten Truppenstellern in Afghanistan.Der internationale Militäreinsatz in Afghanistan soll ein sicheres Umfeld schaffen und den Wiederaufbau der Demokratie ermöglichen. Doch die deutsche Militärpolitik muss sich und die Bundeswehr angesichts dieses Einsatzes grundlegend neu definieren! Futur3 greift diese dringlich erforderliche Diskussion um das Militärische als Mittel der Politik künstlerisch auf und debattiert öffentlich.
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Schlagwörter: Deutschland / Politik

Chambre d’amis

ein schweizerisch-deutsches Freundschaftsspektakel von Antoine Jaccoud

Ein Paar besucht ein anderes Paar. Das eine Paar ist deutsch und hat den schönen französischen Ausdruck « chambre d’amis » für sein « Gästezimmer » übernommen, weil das gar so neutral klingt. Das andere Paar kommt aus der Schweiz. Sie kennt den Deutschen von früher – als Studenten haben sie zusammen nackt im See gebadet – und sie spricht auch ein wenig deutsch, im Gegensatz zu ihrem Lebensgefährten. Die vier verbringen ein Wochenende zusammen. Was tun? Was sagen? Was sich erzählen? Wie kommuniziert man, wenn die Sprache unsere Verschiedenheiten noch vervielfacht? Und wie schliesslich schafft und pflegt man diese Freundschaft, die seit jeher als die ideale Beziehung zwischen Menschen angesehen wird? Das untersucht das Stück mit einer gewissen, auch komischen Grausamkeit, und lädt den Zuschauer ein, für einen Moment als Freund zwischen unseren zwei Paaren Platz zu nehmen.
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Schlagwörter: Deutschland / Kunst / Meinung