SHIT ISLAND


Ein postkolonialer Südseetraum.

Nauru ist eine winzige Südsee-Insel. Ihre Oberfläche war meterdick mit Phosphat bedeckt, das aus Vogelkot entstand. Durch diesen Rohstoff erlebte die Insel eine Achterbahnfahrt durch den Kapitalismus: Indigene Stammesstruktur, deutsche Kolonie, reichste Land der Welt, Staatspleite. Heute ist das Phosphat abgebaut, die Insel verwüstet, die Bevölkerung übergewichtig und krank. Ein Flüchtlingscamp ist die größte Devisenquelle.
Anhand ethnologischer Studien und Abbildungen, kolonialer Berichte, Südseeschlagern und aktueller Reportagen erforscht SHIT ISLAND die Verquickung des europäischen Imperialismus und die Inszenierung von Südsee-Exotik. Denn der Untergang des einstigen „Pleasent Island“ zerstört auch unsere Projektion einer paradiesischen „Heilen Welt“.


Nauru ist eine Insel aus Scheiße. Sie sieht aus wie Scheiße, und sie riecht wie Scheiße. Aber wenn sie Geschäftssinn haben, können Sie mit diesem Land ziemlich schnell eine ganze Menge Schotter machen.

Luc Folliet, aus »Nauru – die verwüstete Insel, 2007«

Termine

Uraufführung: 18.11.2017 – 20:00
Weitere Termine: 19.11. (18:00) | 21.11. – 25.11.2017 (20:00)
Ort: ORANGERIE – Theater im Volksgarten, Volksgartenstraße 25, 50677 Köln

Kartenpreise

Einzelticket: 17,00 € / 11,00 € * / 5,00 € (Köln-Pass)

0221 952 27 08

* Ermäßigte Preise für Arbeitslose, Renter und Schwerbehinderte unter Vorlage des Ausweises

Besetzung

Von und mit: Irene Eichenberger, Stefan H. Kraft, Luzia Schelling (Spiel), André Erlen (Regie), Nicole Nikutowski (Künstlerische Mitarbeit), Petra Maria Wirth (Raum und Kostüm), Jörg Ritzenhoff (Musik), Boris Kahnert (Licht), Olya Kozliuk (Assistenz)

Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln e.V.

Förderer

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Schlagwörter: Deutschland / Kolonialismus / Politik / Theater