SHIT ISLAND


Ein postkolonialer Südseetraum.

Nauru ist eine winzige Südsee-Insel. Ihre Oberfläche war meterdick mit Phosphat bedeckt, das aus Vogelkot entstand. Durch diesen Rohstoff erlebte die Insel eine Achterbahnfahrt durch den Kapitalismus: Indigene Stammesstruktur, deutsche Kolonie, reichste Land der Welt, Staatspleite. Heute ist das Phosphat abgebaut, die Insel verwüstet, die Bevölkerung übergewichtig und krank. Ein Flüchtlingscamp ist die größte Devisenquelle.

Anhand ethnologischer Studien und Abbildungen, kolonialer Berichte, Südseeschlagern und aktueller Reportagen erforscht SHIT ISLAND die Verquickung des europäischen Imperialismus und die Inszenierung von Südsee-Exotik. Denn der Untergang des einstigen „Pleasent Island“ zerstört auch unsere Projektion einer paradiesischen „Heilen Welt“.

Gewinner Kurt-Hackenberg-Preis für politisches Theater 2019!

Fotos + Video

Shit Island
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Futur3 zeichnet in SHIT ISLAND die kurios-tragische Geschichte Naurus als Parabel des entfesselten Kapitalismus. Abbildungen realer Inselbewohner und Landschaften werden dabei konsequent vermieden, denn der Abend ist auch eine Untersuchung darüber, wie seit Jahrhunderten falsche, ferngesteurte Bilder über das Fremde entworfen werden.

Theater heute / April 2018 (Dorothea Marcus)


Das in dieser Dimension und Qualität Einmalige ist darüber hinaus der Medienmix, an dem sich Regisseur André Erlen und sein talentiertes Team bedient. So entsteht eine Geschichte der Insel in verschiedenen Episoden, die auf unterhaltsame, stellenweise amüsante Art und Weise einen Beitrag zum antiimperialistischen Diskurs leistet, bestehende Verhältnisse kritisiert, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. So muss Theater sein.

www.report-k.de / 2017

Termine 2019

Köln: 13.03. (engl. Version) | 14.03. – 16.03.2019 (20:00) | 17.03.2019 (18:00)
Ort: ORANGERIE – Theater im Volksgarten, Volksgartenstraße 25, 50677 Köln
Hannover: 16. – 18.05.2019 (20:00)
Ort: Eisfabrik Hannover –> mehr Infos HIER!
München: 28. | 29.09.2019
Ort: Pasinger Fabrik München –> mehr Infos HIER!
Uraufführung: 18.11.2017 – 20:00

Kartenpreise – nur für ORANGERIE Köln!

Einzelticket: 18,00 € / 12,00 € * /

0221 952 27 08

Online Karten bestellen: Reservix Portal
Mail an: info@orangerie-theater.de (Bestätigung erfolgt innerhalb weniger Tage)
Infos: www.orangerie-theater.de

* Ermäßigte Preise für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte (+ Begleitperson frei)

Besetzung

Von und mit: Irene Eichenberger, Stefan H. Kraft, Luzia Schelling (Spiel), André Erlen (Regie), Nicole Nikutowski und Klaus M. Zehe (Künstlerische Mitarbeit), Petra Maria Wirth (Raum und Kostüm), Jörg Ritzenhoff (Musik), Boris Kahnert (Licht), Per Larsen (Video), Olya Kozliuk (Assistenz)

Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln e.V.

Förderer

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Schlagwörter: Deutschland / Kolonialismus / Politik / Theater