SHIT ISLAND


Ein postkolonialer Südseetraum.

Nauru ist eine winzige Südsee-Insel. Ihre Oberfläche war meterdick mit Phosphat bedeckt, das aus Vogelkot entstand. Durch diesen Rohstoff erlebte die Insel eine Achterbahnfahrt durch den Kapitalismus: Indigene Stammesstruktur, deutsche Kolonie, reichste Land der Welt, Staatspleite. Heute ist das Phosphat abgebaut, die Insel verwüstet, die Bevölkerung übergewichtig und krank. Ein Flüchtlingscamp ist die größte Devisenquelle.
Anhand ethnologischer Studien und Abbildungen, kolonialer Berichte, Südseeschlagern und aktueller Reportagen erforscht SHIT ISLAND die Verquickung des europäischen Imperialismus und die Inszenierung von Südsee-Exotik. Denn der Untergang des einstigen „Pleasent Island“ zerstört auch unsere Projektion einer paradiesischen „Heilen Welt“.

Bilder



Das in dieser Dimension und Qualität Einmalige ist darüber hinaus der Medienmix, an dem sich Regisseur André Erlen und sein talentiertes Team bedient. So entsteht eine Geschichte der Insel in verschiedenen Episoden, die auf unterhaltsame, stellenweise amüsante Art und Weise einen Beitrag zum antiimperialistischen Diskurs leistet, bestehende Verhältnisse kritisiert, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. So muss Theater sein.

www.report-k.de / 2017

Termine

Uraufführung: 18.11.2017 – 20:00
Weitere Termine: 31.01. | 01.02. – 03.02.2018 (20:00) | 04.02.2018 (18:00)
Ort: ORANGERIE – Theater im Volksgarten, Volksgartenstraße 25, 50677 Köln

Kartenpreise

Einzelticket: 17,00 € / 11,00 € * / 5,00 € (Köln-Pass)

0221 952 27 08

* Ermäßigte Preise für Arbeitslose, Renter und Schwerbehinderte unter Vorlage des Ausweises

Besetzung

Von und mit: Irene Eichenberger, Stefan H. Kraft, Luzia Schelling (Spiel), André Erlen (Regie), Nicole Nikutowski und Klaus M. Zehe (Künstlerische Mitarbeit), Petra Maria Wirth (Raum und Kostüm), Jörg Ritzenhoff (Musik), Boris Kahnert (Licht), Per Larsen (Video), Olya Kozliuk (Assistenz)

Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln e.V.

Förderer

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Schlagwörter: Deutschland / Kolonialismus / Politik / Theater